Öl: Welches Öl eignet sich zum Backen?

Verschiedene Ölsorten in Karaffen
Verschiedene Ölsorten

Du fragst dich, warum du überhaupt Öl zum Backen brauchst? Ganz einfach: Öl ist eine super Alternative für Butter, da es von Natur aus vegan ist. Außerdem musst du praktischerweise nicht daran denken, das Öl aus dem Kühlschrank zu nehmen, um es auf Zimmertemperatur zu bringen. Du kannst also spontan anfangen, wenn dich die Backlust packt, da Öl sowieso flüssig ist und auch nicht erhärtet. Diese Eigenschaft sorgt dafür, dass deine Teige saftig, fluffig und geschmeidig werden. Die Ausnahme hier ist Kokosöl, welches du vor dem Verwenden aufwärmen musst. Die Unterschiede der Öle werde ich im nächsten Abschnitt genauer erklären, hier wird Unterteilt in geschmacksneutrales Öl und aromatisches Öl.

Also: welches Öl eignet sich zum Backen?


Geschmacksneutrales Öl

Für süße Teige eignet sich geschmacksneutrales Öl am besten. Wenn diese gleichzeitig auch raffiniert sind, solltest du das Öl aus deinem Gebäck nicht  herausschmecken können. Der Prozess der Raffination ist die Reinigung oder Veredlung, um unerwünschte Begleitstoffe zu entfernen.

  • Sonnenblumenöl: Das Sonnenblumenöl ist eines der vielseitig einsetzbaren Öle, es wird nicht nur zum Backen, sondern auch zum Kochen, Braten und Marinieren eingesetzt. Es wird  zwischen kaltgepresstem und raffiniertem Sonnenblumenöl unterschieden. Beim Backen solltest du eher raffiniertes Sonnenblumenöl benutzen, da du bei kaltgepresstem Sonnenblumenöl den natürlichen Geschmack auch nach dem Backen noch wahrnehmen kannst.
  • Rapsöl: Das Rapsöl wird überwiegend in Deutschland verwendet. Es dominiert den Ölpflanzenbau und die Küche. Rapsöl ist geschmacksneutral und hoch erhitzbar, daher ist es besonders gut geeignet für Rührteig und Hefeteig. Außerdem ist Rapsöl reich an Omega-3 Fettsäuren. Diese kann unser Körper nicht selbst herstellen, daher musst du sie über Lebensmittel wie Rapsöl zu dir nehmen.
  • Albaöl: Albaöl ist eine Variante des Rapsöls, die nur in Schweden angebaut wird. Dem Albaöl werden naturidentische Aromastoffe hinzugefügt – man kann das Butteraroma herausschmecken. Daher ist das Albaöl ein super Butterersatz, wenn du den Buttergeschmack im Gebäck besonders gern magst.
  • (Mais-)Keimöl: Keimöl wird aus dem fetthaltigen Keim des Maiskorns gewonnen und ist ein Nebenprodukt von Stärke. Das raffinierte Keimöl ist geruchslos, geschmacksneutral und farblos, also super zum Backen

Aromatisches Öl

Aromatisches Öl wird hauptsächlich für Brot verwendet. Wenn du spannende Geschmackskombinationen in Kuchen und Co. gerne magst, sind aromatische Öle genau das richtige für dich! Kokosöl passt zum Beispiel super zu Schokolade

  • Olivenöl: Je nach Olivensorte variiert der Geschmack des Öls, es kann also eher mild, pikant oder auch bitter sein. Ob das Öl sich für dein Gebäck eignet, kommt also sehr auf die Olivensorte an. Pikantes Öl eignet sich sehr gut für Ciabatta, Pizza und andere mediterrane Brote. Mildes Öl eignet sich sehr gut für den Rührteig von Kuchen oder Muffins.
  • Kokosöl: Durch die Low-Carb-Ernährung hat das Kokosöl deutlich an Beliebtheit gewonnen. Da Kokosöl von Natur aus fest ist, musst du es vor der Verarbeitung erwärmen und verflüssigen. Da der Wasseranteil des Kokosöls geringer ist, muss man darauf achten, die Menge etwas zu reduzieren. Raffiniertes Kokosöl wird eher in Glasuren eingesetzt und ist vollkommen geschmacksneutral.

Welches Öl du also zum Backen wählst, kommt darauf an, was du backen willst. Bei Brot eignet sich aromatisches Öl, beim Kuchen bis du mit geschmacksneutrales Öl auf der sicheren Seite.

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